Eine Einführung in die Theorie der psychosexuellen Entwicklung und ihre Bedeutung für das Erwachsenenleben
Sigmund Freud entwickelte die Theorie der psychosexuellen Entwicklung, die besagt, dass unsere Persönlichkeit maßgeblich durch Erfahrungen in der frühen Kindheit geprägt wird. Jede Entwicklungsphase ist mit bestimmten Bedürfnissen und Herausforderungen verbunden.
Eine Fixierung entsteht, wenn ein Kind in einer bestimmten Phase zu viel oder zu wenig Bedürfnisbefriedigung erfährt. Diese ungelösten Konflikte können sich im Erwachsenenleben in charakteristischen Verhaltensmustern und Persönlichkeitsmerkmalen zeigen.
Es ist wichtig zu verstehen, dass fast jeder Mensch Anteile verschiedener Fixierungen in sich trägt. Der Test hilft dir zu erkennen, welche Muster bei dir am stärksten ausgeprägt sind.
Die orale Phase ist die erste Entwicklungsphase, in der das Baby die Welt hauptsächlich durch den Mund erkundet. Stillen, Nähren und orale Stimulation stehen im Mittelpunkt. Eine Fixierung entsteht durch zu viel oder zu wenig Bedürfnisbefriedigung in dieser Phase.
In der analen Phase lernt das Kind, seine Ausscheidungen zu kontrollieren. Die Sauberkeitserziehung spielt eine zentrale Rolle. Eine zu strenge oder zu laxe Erziehung kann zu einer Fixierung führen.
In der phallischen Phase entdeckt das Kind seine Geschlechtsorgane und entwickelt eine starke Bindung zum gegengeschlechtlichen Elternteil (Ödipus- bzw. Elektrakomplex). Ein ungelöster Konflikt in dieser Phase kann zu einer phallischen Fixierung führen.
Ein gesundes, balanciertes Profil entsteht, wenn alle Entwicklungsphasen erfolgreich durchlaufen wurden und keine signifikanten Fixierungen bestehen bleiben.